Was soll ich sagen, nach dem zwar schönen, jedoch sehr "durchwachsenen" Sommerurlaub 2014 im Elsass gab es in diesem Jahr keine andere Alternative als Südfrankreich und das Mittelmeer. Leider aber waren dieses Mal keine Etappe der Tour de France mit unseren Kindern und mit Freunden (Hallo Ina und Artur) und kein Weltmeistertitel dabei. Macht nix! Wir erwarteten am Ziel in Bormes les Mimosas unsere Kinder und Freunde (Hallo Robert und Dorit!).

Am 25.06. starteten wir gegen 6:00 Uhr.  Der Reiseproviant, die Verpflegung unterwegs ist so ein spezielles Thema von meiner allerbesten Mitcamperin:
Sobald das gelbe Schild auftaucht, wo Hildesheim schräg mit einem roten Balken durchgetrichen ist, fragt sie ja meist, ob ich etwas essen möchte...in diesem Sinne:
Ein Korb in Nicoles Greifweite beherbergt die Verpflegung für den Tag:
Getränke (auch eine kleine Cola), Obst und belegte Brote. In den Untiefen ihrer Handtasche verwahrt sie Bonbons.
Wir haben ausserdem (!) einen "kleinen" Kühlschrank im Auto, da sind Futter und Getränke drin für den ersten Abend unserer Zwischenübernachtung (wir sind Camper ohne Pensionsunterkunft). Wer aber einmal für mehrere Stunden im Stau stand, wird die Weitsicht meiner allerbesten Verpflegerin bewundern!
Wir fuhren bis Quingey mit mehreren Pausen. Obwohl wir Camper sind, die einfach aufhören, zu fahren, wenn sie keine Lust mehr haben oder die Landschaft schön ist, zwingen wir uns schon, den ersten Tag aus Deutschland rauszukommen. Dann erst beginnt unser Urlaub! Zu unserer Erholung gehören sowohl die Entdeckung von Neuem aber auch der Genuss von Bewährtem. Um vom Alltag abzuschalten, finden wir Bewährtes in den ersten Tagen schon entspannent! Bis Quingey sind es ca. 780km, diese "Flucht" ist für uns jedoch wichtig, denn am nächsten Morgen beginnt UNSER Urlaub. Nebenbei gesagt, ausser einem "Notfallhandy" haben wir in dieser Zeit keinerlei Kommunikation mit Deutschland, weder Zeitung,TV, Radio oder Internet!

Also Quingey: Ein toller Platz für Zwischenübernachtung und/oder die Gegend zu erkunden! Wir landeten gegen 16:30 dort. Der Platz kostet für uns 16,10 Euronen pro Nacht. Es warteten noch 25 Grad Wärme auf uns. Ein junges Ehepaar mit Kindern bewirtschaftet den Platz seit 3 Jahren. Über den gesamten Campingplatz locker verteilt, pflanzen sie Gemüse und Obst an, verarbeiten dies selbst und verkaufen unter anderem auch selbstgemachte Konfitüre. Wir finden die Idee toll! Tanken wollte ich im Ort bei Intermarchè. Dort steht aber, oh Schreck, kein Kassenhäuschen mehr! Die Betankung wird über einen Automaten geregelt. Bisher kam ich mit diesen Dingern mangels Sprachkenntnissen überhaupt nicht zurecht. Hier nun standen neue Automaten mit Sprachwahl! So war es also total einfach: 1. Karte rein, 2. Geheimzahl, 3. Sorte wählen, 4 Tanken, 5. Quittung, 6. Fertig!

                    

Freitag, 26.06.:Wir standen gegen 08:00 bei 17 Grad auf. Von Zuhause her waren wir andere, fast winterliche Temperaturen gewöhnt, also Freude pur! Baquette gibt es gleich um die Ecke im Ort. In aller Ruhe kamen wir gegen 10:00 los und fuhren weiter in Richtung Süden. Durch Lons les Saunier brauch man mittlerweile nicht mehr durch, es gibt eine Umgehungsstraße. Für unser Navi "Neuland": Wir fuhren über Äcker. Auf der Landstraße ging es bis Bourg en Bresse. Ab hier probierten wir mal eine andere Strecke aus. Wir wollten nicht via Grenoble über die Alpen, sondern in Richtung Rhone. Rund 400 Kilometer weiter, ohne Stau an Lyon vorbei, kurz vor Orange meinten wir beide: Nun ist gut! Unsere Fibel, "Le Guide officiel Camping Caravaning" schlug uns einen Platz in Mondragon vor. Der Platz ist sehr schön halbschattig gelegen. Sanitär ist in Ordnung, wenn auch nur über einige Treppen erreichbar. Preislich befahren wir gern Plätze, die komplett bei unter 20,- pro Tag liegen. So war es auch hier de Fall. Das hat weniger mit Geiz als viel mehr mit dem Flair der Einfachheit zu tun. Wir meiden möglichst Plätze mit zuviel Komfort. Animation, Disco und solch Zeugs, das wollen wir eigentlich nicht. Morgens ein Baquette am Platz oder in einer nahe gelegenen Boulangerie zu erwerben, Strom, sauber Sanitär, vielleicht ein Pool, das ist für uns total aussreichend und gefällt UNS! Viel wichtiger ist das WIR und die Gegend.

Bei knapp 30 Grad gegen 16:30 im Pool mit 24 Grad Wassertemperatur sich von der Fahrt erholen, einfach genial! Abends gab es Baquette mit Schinken und Käse überbacken, zubereitet von meiner weltbesten Campingköchin und dazu einen Rosè, einfach lecker! Wir beschlossen, erst am Sonntag weiterzufahren, um uns am Sonnabend mal Orange anzuschauen. Samstagmorgen gegen 7:00  hielt es uns bei 22 Grad nicht mehr im Bett. Baquette gab es erst ab 8:00, der Pool bis 10:00 geschlossen. Na Schade, aber egal! Gegen 09:30 fuhren wir die knapp 20 Kilometer bis Orange. Auf halber Stecke entdeckten wir eine Floh- und Gemüsemarkt, dessen Besuch sich sehr gelohnt hat. Orange fanden wir nett; sollte man gesehen haben. Wir trafen Kölner, die von Nimes, Uzès und Arles begeistert waren. Das kam dann gleich auf unsere "To-do-Liste". Gegen 16:00 zurück auf dem Campingplatz bei 32 Grad erholten wir uns im Pool und spielten  Petanque. Vor zwei Tagen noch, hatten wir in Hildesheim ständig gefroren!!! Hier einige Fotos vom Campingplatz in Mondragon, dem Sonnenuntergang vorm Wohnwagen und von Orange:              

         

 

                                                                                     

Am Sonntag, den 28.06. starteten wir gegen 9:30 bei herrlichstem Sonnenschein und milden 23 Grad. Wir nahmen ein wenig Geld in die Hand und fuhren auf der Autobahn bis zu unserem Ziel in Bormes les Mimosas. Zwischen Orange und Avignon überholten uns Robert und Dorit, die am Samstag aus Hildesheim ohne Wohnwagen gestartet sind und in Vienne übernachtet hatten. Sie schwärmten von diesem Ort. Unsere "To-do"Liste wurde erweitert. Nach großem Hallo, Kaffee und Zigarettchen sind wir gemeinsam bis zum Campingplatz in Bormes gefahren. Zum ersten Mal kam ich mit dem Wohnwagen nicht im ersten Anlauf um den Baum kurz vorm Campingplatz herum und musste ein klein wenig rückwärts fahren. Peinlich!

Gegen 13:00 begrüßten wir die Besitzerin des Platzes, Madame Cawatore. Für unsere beiden Miturlauber hatten wir ein Mobilhome zum Mieten besorgt, super Teil für relativ wenig Geld am Mittelmeer. Nachdem ich an der Einfahrt des Platzes beim Rückwärtsfahren noch kurz das Tor der Einfahrt rammte (Fahrer und Einweiserin waren beide schuld), hatten wir gegen 16:00 unser Domiziel bei gut 30 Grad neben der Vogelvouliere  für 2 Wochen aufgebaut. Kurz entschlossen fuhren wir nach Le Lavandou. Zum Einen wollten wir "ankommen", ein Bierchen geniessen, den Einheimischen beim Petanque zuschauen und mal kurz in's Meer springen. Abends haben wir bis gegen 22:00 "geklönt" und unsere Essensreserven zu einem gemeinsamen, leckeren Mal vereint.

Montag der 29.06., gegen 7:00 bei herrlichstem Sonnenschein hielt es uns nicht mehr in den Betten. Robert war unser "Baquettebesorger".

Dies hielt DER Frühaufsteher 14 Tage durch (RESPEKT!). In gewisser Weise war er bald trotz oder wegen mangelnder Sprachkenntnisse bei der Boulangerie La Sirene ein bekannter Stammkunde.

Unsere Vorräte füllten wir im Dia und Carrefour auf und fuhren dann erst einmal nach La Faviere an den öffentlichen Strand zum Meer! Gegen 15:00 hatten sich ja unsere Kinder angekündigt. Das Zelt für unseren Sohn Sebastian und ein kleines Willkommenessen wollten wir noch vorbereiten. Für Tochter Anna und ihren Freund Marco hatten wir einen preiswerten Mietwohnwagen reserviert. Gerade fertig, trafen die Drei gegen 14:30 ein. Dieses Mal kam Tochter mit Freund im Auto an. Vom Allgäu aus, fuhren sie über Italien mit Zwischenstopp in Genua. Vom Flughafen in Nice brachten sie unseren Sohn Sebastian mit. Es ist einfach nur toll, erwachsene Kinder zu haben, die mit uns gemeinsam einen Urlaub verleben wollen. Gegen 22:00 ging's in die Koje, wir hatten viel zu erzählen und gar manches Glas Wein getrunken.

In den nächsten Tagen standen wir immer zwischen 7:30 und 8:30 auf. Ja, eigentlich kann man ja im Urlaub auch mal ausschlafen. Aber die Tage im Urlaub sind einfach zu wertvoll! Anna ist mit dem festen Vorsatz angekommen, mal so richtig ausschlafen zu wollen im Urlaub. Ja, nö, das war wohl Wunschdenken. Manchmal versuchte sie es, wurde dann aber meist ganz lieb geweckt. So standen Sebastian und Marco mal morgens mit weiner Tasse Kaffee vor ihrem Wohnwagen und sangen ein selbst erfundenes "Aufstehlied".

Am Dienstag, logisch, war erst einmal Meer angesagt! Mit Allem, was man/frau für einen Tag am Meer braucht bzw. nicht vermissen möchte, ausgestattet, fuhren wir zum Strand. Sachen, die man/frau am Meer eventuell vielleicht benötigt, hatten wir erst einmal im Auto gelassen.

Plage Estragnol und Lèoube waren unsere Favoriten.

Eine Story bezeichnend für die Liebe zu diesem Land: Anna hatte eine Hülle gekauft, die es ihr ermöglichte, mit dem Smartphone unter Wasser Fotos zu schiessen. Was soll ich sagen, sie und ihr Freund verloren  das Handy im Wasser! Wir alle haben systematisch aber erfolglos den strandnahen Wasserbereich abgesucht. Traurig aber mit Würde hat unsere Tochter den Verlust getragen. Bis, ja, bis unser Sohn mit drei jungen, hübschen Mädels daherkam, die das Smartphone im Wasser gefunden hatten und den Besitzer suchten !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hier erst einmal einige Fotos vom Strand:

                                                

 

Vom Campingplatz möchte ich auf Fotos der vergangenen 6 Jahre verweisen. Wir mussten, da wir Beide spontan um zwei Tage verlängerten, einen anderen Stellplatz wählen. Dieser gefällt uns aber auch sehr gut. Davon und Umgebung einige Fotos:

 

  

Jeden Tag Strand und Campingplatz, na das allein ist auch nicht unser Urlaub. Wir waren in Toulon unterwegs....

 

...sind mit der Fähre von Port Grimaud ...

...nach St. Tropez gefahren...

                                                                                             

                                                                                              

 

...haben "lecker" Wein in der Cooperative erworben und diesen auch genossen, ...haben unter einem tollen Wasserfall gebadet...

 

...wir unternahmen einen Ausflug nach Colignac, etwas entfernt vom Tourismustrubel und gerade darum einen Ausflug wert:

 

 

                                                                                                                                                        Ein Besuch auf dem Flohmarkt bei Hyeres musste sein: 

                                                                      

                                                                                                     

  Wir besuchten die sehr sehenswerte Cartreuse de le Verne, verbunden mit einem Aufenthalt in Collobrieres. Dort gibt es ein sehr empfehlenswertes Restaurant: La Farigoulette!                         

        

 

                           

                                                                             

Superklasse waren zwei Abende in der Altstadt von Bormes les Mimosas! An einem Abend genossen wir den wunderschönen Ausblick während eines abendlichen Restaurantbesuchs. Einen anderen Abend verbrachten wir mit Picknickkorb beim Petanquespiel unter Flutlicht. Einige Touristen, die, während wir spielten, vorbeikamen, fotografierten uns. Es waren Deutsche und wir hörten unter anderem: "...Oh, schaut mal, da spielen die Franzosen abends sogar ihr Petanque..." Wir ließen sie in dem Glauben.

 

   

 

 

Ein wenig für's Auge:

                                  

Während des gesamten Urlaubs besuchten wir immer wieder gern diverse Märkte und staunten in kleinen Geschäften:

                                                                                       

                                                                                        

 

 

                                                                                            

 

                                                                                     

Es ist mittlerweile der 12.07. Unsere Kinder, Dorit und Robert treten ihren Heimweg an. Wir bleiben noch ungeplant und nicht reserviert 2 Tage länger in Bormes, bevor wir am 19.07. in Hildesheim landen wollen.

Wie schon erwähnt, sind wir knapp 50m weiter gezogen auf einen anderen Platz, denn auf unserem bisherigen Platz wollten zwei Berliner Familien mit Vorbuchung Urlaub verbringen. Nach unserem Umzug fuhren wir mit den Fahrrädern nach Le Lavandou. Am nächsten Tag gönnten wir uns noch einmal einen "Badetag" am Plage Estragnol.

Am 14.07. (Dienstag) sind wir total tiefenentspannt gegen 11:00 in Richtung Nimes aufgebrochen. Während der letzten 14 Tage hatten wir beschlossen, in der Nähe der Pont de Gard einen Campingplatz zu suchen, uns Uzès, Nimes und, logisch, die Pont du Gard anzuschauen. Die Wahl des Campingplatzes fiel auf einen Platz in Colians, dank unserer "Fibel" eine gute Wahl! Der Tag auf Autobahn und Landstrasse war ebenfalls (mehr zufällig) gut gewählt. Nationalfeiertag bedeutete, wir bemerkten während der Fahrt 2 oder 4 LKW's.

Nach 5 Stunden gemütlicher Fahrt erreichten wir den Campingplatz in Colians bei 35 Grad. Die letzten 5 km der Anfahrt erwiesen sich als äusserst kompliziert für unser Wohnwagengespann. Trotz Asphalt mutiert die Straße zu einem Feldweg deutscher Normbreite. Jedoch kamen uns hier Reisebusse entgegen! Kein Wunder, sind wir doch in unmittelbarer Nähe zur Pont du Gard. Wir fuhren so weit wie möglich nach rechts, hielten einfach an, klappten die Spiegel ein und warteten. Der französische Busfahrer, der hier jeden Tag fährt, wird wohl wissen, was zu tun ist, oder!? Nö, der hielt auch an und meinte, wir "schwitzen uns vorbei". Als ich "leicht" provokativ eine Zigarette anzündete, verstand er. Ich habe Zeit, er hat Passagiere. So also "schwitzte" der Bus sich an uns vorbei. Wir spürten spätestens hier, dass der Urlaub uns bisher gut getan hat. Der Campingplatz ist größtenteils schattig parzelliert, mit ca 70qm pro Platz eher schmalbrüstig, versehen mit Pool, Bistro (teuer) und einigen wenigen Animationen. Oberhalb des Garond gelegen bietet der Platz eine traumhafte Aussicht und auch einen direkten Zugang zum Fluß. Die Wege auf dem Platz sind geschottert. Familien mit Kindern sind in der Überzahl. Sanitär ist sauber und in Ordnung, obwohl schon "in die Jahre gekommen". Das Personal ist ausgesprochen freundlich, morgens gibt es ohne Bestellung Baquette etc. Nachteil ist, wenn alle, dann alle! Der Preis pro Nacht lag für uns bei 27,50. Der Lage entsprechend, ist dieser Preis jedoch in Ordnung. Nach Uzès und Nimes sind es ca. 20 km, zur Pont du Gard fuhren wir mit dem Rad etwa 6 km (Achtung: Keine Bange vor geschlossenen Schranken, einfach vorbei und weiter!!). Und es hat sich echt gelohnt!! Während Uzès eine typische provenzialische Stadt mit leicht dörflichem aber auch historischen Flair ist, Nimes neben dem römischen Flair auch wie eine Großstadt sprudelt, ist die Erhabenheit der Pont du Gard das "i"-Tüpfelchen, die Verbindung zwischen Beidem. Ich möchte die Fotos auch nicht mischen. Ach ja, bei den schon gesehenen Fotos von Märkten, Geschäften sind viele dabei, die ich in Uzès geschossen habe. Chronologisch geht`s nun erst einmal am Mittwoch vormittag nach Uzès:

 

                         

Am Nachmittag badeten wir im Pool des Campingplatzes und machten uns kurz vor 17:00 bei "nur noch" 32 Grad mit den Rädern auf zur Pont du Gard:

 

Nach 20:00 bei immer noch über 30 Grad und leichtem Wind waren wir auf dem Heimweg zum Campingplatz. Übrigens haben Viele von euch ein Bild dieses Aquädukts im Portmonee (schreibt man heute so): auf jedem 5-Euroschein!

Der Donnerstag war für Nimes reserviert. Als Erstes bestiegen wir einen Touristik-Bus, mit dem uns die Highlights (über Kopfhörer auf deutsch) präsentiert wurden. Anschliessend erkundeten wir per pedes, was uns besonders reizvoll erschien und nach der Busfahrt als Sehenswert in Erinnerung blieb. Das Colloseum und das Maison Carrèe waren die Highlights. Aber auch die Markthallen (Le bouchon du Marché), Plätze und die vielen Springbrunnen sind sehenswert:

sozialer Wohnungsbau mal anders:

 

    

                                                                                            

Santana gab am Abend hier ein Konzert.

         

                                                                                 

 

Parken in der Altstadt: für 5 Stunden 12,- fanden wir dann doch heftig. Gut, die "Nimesereaner" müssen ihre Denkmäler pflegen und wir hätten auch nach billigeren Parkplätzen suchen können... Es hat sich aber dennoch gelohnt! Wir beide waren uns jedoch uns einig: Hätten wir hier nur einen(!) Tag Zeit, würden wir statt Nimes, lieber Uzès besuchen. Gegen 17:00 waren wir zurück auf unserem Platz und haben erst einmal gebadet bei gefühlten 999 Grad im Schatten (es war ein heißer Sommer in diesem Jahr!!).

 

  

Am Freitag, den 17.07. war es gegen 7:00 bei 19 Grad diesig, vor allem in der Flußniederung. Gegen 09:30 fuhren wir "vom Hof", kamen wider Erwarten an Lyon ganz toll und ohne Stau vorbei und fuhren gegen 11:30 schon auf die N83 in Richtung Bourge en Bresse. Während einer Pause (33 Grad) kurz vor Bourge, wo wir eigentlich übernachten wollten, überlegten wir. Der Spaß am Weiterfahren war noch vorhanden, schau'n wir mal, was passiert. Als wir uns Mulhouse näherten, beschlossen wir, bis Molsheim (Bei Strassbourg) zu fahren. Am Sonntag wollten/mußten wir daheim sein, so bekamen wir noch zwei Übernachtungen und einen vollen Tag zum Relaxen auf einem bekannten und gern besuchtem Platz. Bei 38 Grad landeten wir (Achtung:) 18:40 vor der Schranke des Campingplatzes und haben es uns um 19:10 auf unseren Stühlen vor dem Wohnwagen bequem gemacht!! Die 680 Kilometer von Colians bis Molsheim hatten uns relativ wenig belastet, klar, zu irgendeiner Aktivität hatten wir dennoch keine Lust mehr. Um 21:00 lag die Temperatur noch bei 30 Grad, gegen 21:30 fielen 5 Tropfen Regen für 10 Minuten. Wir legten uns schlafen.

Gegen 01:30 wachte ich auf. Es war laut, auf, über und rings um den Wohnwagen. Starker Wind, Gewitter und Regen beendeten bei mir die Tiefschlafphase. Meine allerbeste Lauscherin verschlief das komplette Unwetter, was sich über uns entludt!

So cirka 10 cm Wasser vor dem Wohnwagen, Äste brachen, Zelte flogen an unserem Wohnwagen vorbei.....

Der Sand vom Mittelmeer war am nächsten Morgen von Auto und Wohnwagen weggespült. Gegen 08:00 bei 19 Grad und bedecktem Himmel regenerierte sich das Wetter bis gegen 12:00 auf strahlenden Sonnneschein und 28 Grad. Unseren Tag verbrachten wir mit Einkaufen, Baden im Schwimmbad gegenüber des Campingplatzes, Lesen und Säubern der mittlerweile getrockneten Möbel. Dabei stellte ich fest, das unser neuer mobiler Kühlschrank innen noch so einen Schalter hat: Min/Eco/Max. Während der gesamten sehr heißen Tage stand dieser Schalter immer nur auf Eco. So habe ich noch Kühlreserven entdeckt, bzw. diesem Sommer gezeigt, das wir auf jeden Fall für ein kühles Bier noch Reserven haben! Für weitere Fotos und Informationen zum Campingplatz in Molsheim verweise ich mal hierhin und hierhin. Samstag Abend wird auf dem Campingplatz eigentlich immer Flammkuchen gerichtet und angeboten. Die Anmeldeliste lag aus, wir trugen uns ein. Entweder waren wir die Einzigen oder...(?)... Es gab an diesem Samstag Keinen! Sauerei, wo wir uns doch so drauf gefreut hatten. Na gut, wir hatten ja Reserven. Wir haben immer Reserven! Vielmehr ist meine allerbeste Campingreservisten immer auf alle Eventualitäten vorbereitet! So gab es also noch lecker Reste aus der Provence.

Locker und entspannt fuhren wir am Sonntag (19.07.) in Richtung Hildesheim. Mein Tagebuch (was meint ihr, woher die Details bisher kamen) sagt nichts zum letzten Tag. Wir haben den Wohnwagen am späten Nachmittag erst mal beim FSB Hildesheim auf den Parkplatz gestellt. Eine Woche später fuhren wir ihn auf unseren Stellplatz, um mit Freunden und Bekannten dort oben bis Ende September noch einige wunderschöne, sonnenreiche und tolle Wochenenden zu verleben. Dorit und Robert trafen wir auch wieder. Mittlerweile (26.10.2015) hatten wir direkt aus dem Spätsommer schon eigentlich einen Wintereinbruch, ...besiegten die erste Erkältungswelle, ...verschieben zur Zeit den Wechsel auf Winterreifen auf nächstes oder übernächstes Wochenende ... und es entwickelt sich für nächstes Jahr bezüglich Urlaub schon so langsam eine Idee: Wie wäre es eigentlich mal, nach Südfrankreich zu fahren.....................

PS: Ich bin nicht so richtig zufrieden mit den Fotos. Höhe und Breite kann ich mit dem neuen Programm Microsoft Expression Web 4 nur frei verändern, bei Frontpage verlief die Änderung noch im Verhältnis. Ich habe mir Mühe gegeben und hoffe auf Nachsicht. Euer Harald

2. PS: Wenn mir jemand einen Tipp gibt, wie ich das Ganze besser hinbekomme: Danke!