Der 13.06. (Donnerstag) war unser erster Urlaubstag. Wir fuhren auch direkt gegen 6:00 Uhr los und landeten am 07.07 gegen 17:30 wieder wohlbehalten daheim. Dieses Mal waren wir mal..... in Südfrankreich! Ja, nein, das ist wohl für kaum jemanden, der hier unsere Berichte gelesen hat, eine Überraschung. Jedoch haben wir viele neue Gegenden kennen gelernt und die An- und Abreise bringt uns ja auch meist neue Gegenden näher. Nebenher haben wir in Le Lavandou, in Lyon und im Elsass für uns neue einheimische kulinarische Köstlichkeiten probiert. Der Charme, traumhafte Gegenden wieder zu sehen, hat unseres Erachtens auch etwas für sich.

Wie schon im vergangenen Jahr hatte unsere Hinfahrt einige Terminprobleme. Der erste war; wir mussten am 17.06 gegen 17:00 unsere beiden Kinder vom Flughafen Nice abholen. Beide wollten gern den Urlaub mit uns auf unserem tollen CP (Campingplatz) verbringen. Der nächste Termin forderte von uns ein urlaubsfeindliches Timing. Wir dürfen nicht an einem Samstag von Grenoble nach Sisteron fahren. Warum Samstag nicht dort: Zwischen Sisteron und Grenoble im Sommer ist Samstags gefühlt halb Frankreich genau auf dieser Strecke unterwegs! Umgekehrt auch! Freunde hatten uns ihr Leid geklagt, wir wollten nicht hören und haben es 2012 selbst erlebt!! Später wurde es mir in mehreren Foren bestätigt.

So also, und meine allerbeste Mitfahrerin war die Ruhe selbst und vermachte mir diese; fuhren wir am Donnerstag an Strassbourg und Colmar vorbei bis Quingey (785km) für eine Nacht...

        

...um am Freitag gegen 15:00 in Salignac auf dem CP  ( 399km und kurz hinter Sisteron) bis Sonntag Vormittag "vor Anker" zu gehen.

    

Bevor uns ob der wunderschönen Lage des CP und dem guten Essen langweilig wird ;-))    haben wir den Samstag für Touren nach Forcualquiers und Banon genutzt. In Banon kamen wir auf der Rückfahrt versehentlich in den Konvoi der "Tour de Provence" rein (vgl. mit Niedersachsenrundfahrt im Radsport). Die Leute am Straßenrand haben uns gewunken, wir haben gern zurück gewunken. Hier einige Bilder unserer Tagestour. Übrigens der Pool wurde gerade erst befüllt, hallo Vorsaison!

                                      

                                       

                      

                                                              

                

Ein, wie ich finde wichtiges und auch bezeichnendes PS:

Meine Sonnenbrille (Gleitsicht) ging in Forcalquiers kaputt. Eine Halterung war gerissen. Die Optikerin im Ort hat sie innerhalb einer halben Stunde am Samstag repariert und wollte keinen Cent!!!! Klar, haben wir uns erkenntlich gezeigt und die "Kaffeekasse" gefüllt. Unser Gefühl danach: Hurra, wir sind wieder in Frankreich!!

Am Sonntag gegen 13:00 landeten wir nach knapp 200km auf "unserem" CP in Bormes les Mimosas. Den von uns per Mail favorisierten Stellplatz hatte Madame auch für uns freigehalten und so richteten wir uns für 14 Tage ein:

 

           

Am Montag (17.06.) fuhren wir nach Nice, um unsere Kinder vom Flughafen abzuholen. Aber wenn wir schon mal da sind, können wir uns ja auch mal die Stadt anschauen, zumindest für die Promenade Anglaise hat die Zeit gereicht. Wir kamen westlich auf die Promenade zu und haben zu früh ein Parkhaus gefunden. So sind wir viel, viel, viel gelaufen und haben relativ wenig gesehen. Vielleicht lag es auch daran, dass uns das wenige, was wir sahen, im Vergleich zu Cannes, Monaco, Aix en Provence, Marseille.....nicht so umgehauen hat.

                 

Die kommenden 14 Tage verbrachten wir zu viert mit einer für uns Alle gesunden Mischung aus: Badetagen, Ausflügen, Kultur, Märkten, Flohmarkt, Relaxen und Spaß auf dem CP (CP heißt: Campingplatz, ihr wisst noch?!) und Shoppingtouren. Shopping? Ja, in F gibt es ab Mitte der letzten Juniwoche noch einen richtigen Sommerschlussverkauf. Sowohl die riesigen Preisnachlässe als auch die Auswahl an Bekleidung, die man/frau in D überhaupt nicht bekommt, verführten uns für einen Tag mit Freude dazu. Nun aber erst mal einige wenige Fotos der folgenden 2 Wochen:

                                  

                               

                                   

                                

                                                     

                                           

                                         

                                         

                                        

                                         

                                                                                    

                                     

                                                                              

                                                                               

Manch einer hat's erkannt, wir waren also unter anderem in Toulon, Le Lavandou, Barjols und St. Tropez. Dazu ein Tipp: Wer sich im Sommer die höchst langwierige Autofahrt nach St. Tropez sparen möchte, fährt nach Port Grimaud oder Port Cogolin und nutzt von dort aus die Fähre nach St. Tropez.

In Toulon wurde unserem Sohn auf dem Markt die Kamera gestohlen. Die haben das ganz geschickt eingefädelt. Eine Marktfrau schrie plötzlich laut, ein Jugendlicher rannte weg. Unser Sohn stellte sich ihm in den Weg. Beim Losreißen stahl der Jugendliche unserem Sohn unbemerkt die Kamera. Später war dieser Jugendliche wieder friedlich vereint am Stand der vorhin noch schreienden Marktfrau zu sehen. Klar, das er alles leugnete und die Kamera wohl einem Anderen übergeben hatte. Das ist er:

 

 

Ein absolut positives Highlight unsere Aufenthaltes am Mittelmeer möchte ich euch aber extra präsentieren:                                                                                                       Wir unternahmen einen etwas längeren Tagesausflug und besuchten Cortignac, Sillans la Cascade und Barjols. Letzteren Ort hätten wir wohl zuerst anfahren sollen. Nach Cortignac und Sillans hat uns dieser nicht mehr wirklich beeindruckt. Sillans la Cascade (der Name verrät's eigentlich schon), lebt von einem einmaligen Wasserfall. Den Ort selbst haben wir nicht besucht. Ein Fluss stürzt 40m in die Tiefe und fließt (nein, erfreut, verzaubert und begeistert) lange unter großen Bäumen, unterbrochen von Felsen, gebrochen von Licht und Schatten dem Mittelmeer entgegen. Ich habe nicht das Zeug zum Poeten, aber "hier war ich Mensch, hier durft ich sein":

                            

                             

und Cortignac:

                             

       

  

                                          

Für unsere Rückfahrt hatten wir Beiden eine knappe Woche zur Verfügung. Unsere Kinder lieferten wir am 01.07. in Nice am Flugplatz ab und hatten nun wieder "sturmfreie Bude". Wie wir fahren und was wir uns noch anschauen wollen, wir entschieden uns während der Tage in Bormes. Überlegt hatte ich mir in der Vorbereitung Lyon, die Ardeche oder die Gegend um Dijon. Reiseführer hatte ich für alle Varianten mit dabei. An dieser Stelle bedanken wir uns bei diversen Camperforen! Wir erhielten dort viele gute Ratschläge für die von uns anvisierten Gegenden und Campingplätze. Danke an campen.de , wocamp.de und camperpoint.de !!!!!

Nun, wir entschieden uns für die Altstadt von Lyon. Am 03.07. brachen wir gegen 09:00 auf und kamen nach 425 km gegen 16:00 in St. Maurice-de-Gourdans auf dem CP Municipal an. Unsere Fahrtroute ging über Sisteron, Grenoble und dann schräg rüber in Richtung Lyon ausschließlich über Nationalstrassen. Der Campingplatz liegt ca. 35 km von Lyon entfernt. Als Zwischenübernachtung gut geeignet, als Urlaubsplatz können wir ihn nicht empfehlen. Nett und unparzelliert (wir lieben das) angelegt direkt an der Ain, bietet er jedoch außer sauber Sanitär keinerlei weiteren Service. Die Boulangerie befindet sich ca. 4 km entfernt im Ort. Restaurant, Imbiss oder Pool; Fehlanzeige. Nun hatten wir ja die Idee, in der Ain zu baden. Unser erster Besuch am Fluss versprach auf den ersten Blick ein erfrischendes Bad. Als wir auf dem Rückweg eine (für uns) große Schlange sahen, die sich am Ufer sonnte, war der erste auch gleichzeitig der letzte Besuch an der Ain. Am Donnerstag besuchten wir die Altstadt von Lyon. Von Vielen, die in Richtung Mittelmeer fahren, eher verschmäht ob der Staus, lohnt sich ein Besuch dieser wunderschönen Stadt sehr!  Gegessen haben wir Mittags Lyoner Spezialitäten. Ich hatte Kuttelwurst mit Senfsoße. Gottseidank hatte ich erst daheim im Dolmetscher davon erfahren! Es schmeckte übrigens sehr lecker. Hier also einige Impressionen:

                           

                                                                         

        

Ich habe noch viele Fotos von Lyon geschossen. Mit diesen Wenigen will ich mal neugierig machen auf Lyon.

Am 05.07. machten wir uns erst gegen 9:30 auf den Weg. Unser nächstes Ziel, wir hatten es uns in Bormes überlegt, war der CP in Molsheim bei Strassbourg. Wir kennen und mögen ihn und dachten uns, das als Abschluss ein Aufenthalt uns sehr gut gefallen könnte. So war es auch. Nach 445 km war der Platz gegen 16:30 erreicht. Ihr merkt hier vielleicht auch; unsere Fahrten bewegen sich meist im Machbaren und haben ein wenig mit Urlaub zu tun. Am folgenden Tag haben wir uns mal intensiver Molsheim (ich hatte Fotoapparat vergessen)  angeschaut, waren lecker Mittagessen (Königinpastete und Ente), haben gebadet und abends gab es auf dem CP  Flammkuchen.

      

Nun, wieder einmal neigte sich unser Urlaub dem Ende. Am 07.07. starteten wir gegen 09:15 gen Heimat. Da es ab Kirchheimer Dreieck nur noch im "Stopp and Go" weiterging (spätestens nun vermissten wir Frankreich), stellten wir unser Auto gegen 17:30 in die Garage.