Wir schreiben Spätsommer 2011. Was für ein Jahr! Genug Gründe für uns, einen kleinen, heilen Fleck Erde für uns zu suchen, wo wir mal abtauchen können. Nur wir Beide und nur für uns allein! Da wir unserer Tochter in der Schweiz noch einige Sachen vorbei bringen wollten, lag der Gedanke nah, weiter zu rollen und eine Woche in Le Lavandou zu verbringen. Wir kennen die Gegend sehr gut, jedoch nur in der Hochsaison. Ein kleines Hotel war schnell gefunden. Auf unserer Hinreise besuchten wir an einem Samstag Zürich. Der Flohmarkt an dem wir zufällig vorbeikamen lohnt sich sehr! Ansonsten ist diese Stadt recht nett, wer aus Zeitgründen auswählen muss, fährt lieber nach Luzern. Unterwegs waren wir vom 23.09. bis 02.10.2011

           

 

             

Am Sonntag gegen 10:00 fuhren wir aus Zug ab, durch den Gotthardtunnel, am Lago Maggiore, an Milano und Genova vorbei und landeten gegen 17:30 vor unserem Hotel. Die Fahrt ab Lago Maggiore bis Genova war sehr eintönig, von Genova bis zur französischen Grenze nervten die "gefühlten" 199 Tunnel (Sonnenbrille auf, Sonnenbrille ab). Nun, wir kamen ohne Zwischenfälle an! Das etwas ältere Hotel liegt perfekt strandnah und "City-nah". Was wir gehofft hatten, traf auch ein; im Gegensatz zum Juli/August ist es nun traumhaft entspannt und ruhig. Die Zimmer sind so, wie das Äußere des Hotel verspricht. Provencial spartanisch und mit Flair, sauber und bequeme Betten, der Service diskret und provencial freundlich. Lange Spaziergänge, Baden im Meer, ein Bierchen zur "Happy hour" mit der Kulisse einheimischer Petanquespieler, kulinarisch wunderbare Restauranterlebnisse, Flohmärkte und die SONNE bestimmten im Wesentlichen unsere Woche. Kein Geschiebe und Gedränge auf den Strandpromenaden, der Strand fast menschenleer, total entspannte Kellner, in Geschäften und Boutiquen waren die Mitarbeiter gesprächig. Nicht das unsere Sommerurlaube so etwas nicht kennen. Wir suchen und finden auch im Sommer unsere ruhigen Ecken in dieser Gegend, meist jedoch mehr landeinwärts.. Aber wenn wir in der Hochsaison mal in Le Lavandou waren (es trifft wohl für die meisten Urlaubszentren zu), dann waren wir auch froh, uns wieder in unsere "Ecken zu kuscheln".

 

            

 

      

    

 

 

           

 

      

 

   

  

 

               

 

   

 

   

 

  

 

  

 

Apropos: landeinwärts! Für uns das beste Restaurant: in Collobrieres das La Farigoulette. Für uns das beste Baquettes und lecker Törtchen: Boulangerie La Sirene; guter und preiswerter Wein: "Caveau deï Bormani". Die beste Pizza ohne Link: Am Kreisel zwischen Bormes les Minosas und Le Lavandou, rechts gehts zu Campingplätzen wie "domain", ...steht "auf 1Uhr" ein Wagen. Der ist auch erst ab 18:00 geöffnet. Dort wird euch eine Pizza zubereitet, deren Auflage ihr selbst bestimmt, der Teig wird dort erst geknetet (Zeit mitbringen). Ein Graubrot, frisch gebacken mit Feigen und Walnuss: zwischen dem Kreisel, wo es hoch geht nach Bormes und dem Kreisel, wo es rechts zu vielen Campingplätzen geht (u.a. Domain): Boulangerie "Pajou"!                                                                                                           Als preiswerter Einkauf ist der ehemalige "ED", jetzt "DIA" zu nennen, zu finden auf der Grenze zwischen Bormes und Le Lavandou (D559), Obst und Gemüse natürlich auf den Märkten.

Im Sommer sind wir stets etwas länger in dieser Gegend. Diese eine Woche war für uns Beide jedoch so erholsam wie sonst der Sommerurlaub. Wenn es geht, wiederholen wir dies im nächsten Jahr. Unsere Rückfahrt wollten wir etwas "augenfälliger" gestallten. So fuhren wir über Sisteron, Gap und Grenoble bis Genf. Die Route Napoleon von Gap bis Grenoble wollte ich schon immer mal fahren. Auf Grund der in Straßenkarten angezeigten Gefälle wagten wir es bisher nicht, mit Wohnwagen diese Strecke zu fahren. Für unser Gespann gibt es die N75. Gut so! !!!!! Ab Genf begann dann des Autofahrers Ärger: Bis hinter Lausanne Stopp&Go. Na ja, das wird wohl die normale Rushhour in der Nähe von Großstädten sein, dachten wir. Bis auf kleine und kurze Ausnahmen ging es bis Zug aber immer so weiter: totaler Stillstand und dann für wenige Minuten bis auf 120 km/h hoch, plötzlich wieder totaler Stillstand (keine Unfälle zu sehen). Dies im Wechsel für über 200 km. Auch wenn die Schweizer das Ricola erfunden haben und ich über deutsche Autobahnverhältnisse schimpfe (wenn ich aus Frankreich) komme; aber dies Erlebnis prägt sich mir ein!! Egal: Es war ein toller Urlaub, wunderschön und erholsam und mal was ganz anderes als mit dem Wohnwagen die Freiheit zu genießen!!  Am Sonntag auf der Heimfahrt nach Hildesheim haben wir noch eine gute Freundin in der Nähe von Stuttgart besucht . Wir wurden von ihr und ihrem Schatz so gut mit Kaffee und Kuchen versorgt, das wir den Rest bis in unser Hildesheim locker schafften.

Klar freuen wir uns schon auf den nächsten Sommer. Dann fahren wir mal wieder gern mit unserem Wohnwagen ...nach Südfrankreich.