Wir schreiben das Jahr 2010 ! 

Leute, wie die Zeit vergeht. Wo fahren wir in diesem Sommer hin? Eigentlich keine Frage! Es geht in Richtung Südfrankreich!

Obwohl ich (der Harald) in diesem Jahr mal westlich von Marseille im Meer baden wollte, wurde ich von der weiblichen Mehrheit in Form meiner einzigen aber allerbesten Mitreisenden relativ schnell und naja "demokratisch" davon überzeugt, auch in diesem Jahr in Bormes les Mimosas die Schönheit des Mittelmeers zu erleben.

Die Hin- und Rückfahrt ist Nicole ja eigentlich egal. Da ist sie flexibel. Wie flexibel wir da sind, sollte sich in diesem Urlaub erstmalig in aller Pracht zeigen. Dazu später mehr.

Jedoch sind einige Tage in Bormes und vor allem an dieser Bucht ( Plage Estagnol) es immer wieder wert, sich überreden zu lassen:

Also rief ich Madame an. Sie ist die Chefin vom Campingplatz "Camping La Chevrerie" Dies ist ein wunderschöner Campingplatz "a la ferme" in Bormes les Mimosas (siehe 2009). Ich meinte so am Telefon, wir kommen am 19.07. oder 20.07. an und fahren am 30.07. oder 31.07. wieder los.  "ah, tries bien" Auf diesem Campingplatz ist das wirklich kein Problem!


Was für mich seit letztem Jahr wichtig ist: Vor dem ersten Urlaubstag schon losfahren. Erst ab der Grenze zu Frankreich beginnt unser Urlaub. Also düsten wir am 15.07.2010 los. Das war in diesem Falle gar nicht so gut. Wir rollten nämlich erst so kurz vor 18:00 Uhr "vom Hof". Die späte Abfahrtszeit und mein geplantes Ziel, bis hinter Frankfurt auf der A5 zu kommen, entsprachen in keinster Weise den verkehrstechnischen Gegebenheiten des Verkehrs auf der A7an einem Freitagabend. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir kamen nur bis zum Rasthof Taunusblick, Nicole war sauer, ich war enttäuscht und beide waren wir müde. Ja, also die besten Voraussetzungen, um einen tollen Urlaub zu verleben. ;-((

Wenn man auf diesem Rasthof den hinteren Parkplatz findet und dort eine Lücke ohne "laute" LKW erwischen könnte, wäre dieser besser als andere Rasthöfe, die wir schon erlebt haben. Wir fanden unsere Lücke vorn neben LKW mit Kühlung.  Der Service im Sanitärbereich ist eine einzige und preislich freche Katastrophe.

Leicht verkatert, nicht vom Alkohol, sondern von der lauten Nacht und der Enttäuschung über unseren Start überhaupt ging es am nächsten Morgen in aller frühe (so um 7:00) weiter und wir kamen am späten Mittag an Quingey vorbei.

 

 

 

 

 

 

 

Und nun komme ich, der Retter aller Urlaube: Dachte Ich nämlich, da gibt es einen Campingplatz, der meiner absolut urlaubsreifen Miturlauberin schon immer gefallen hat. Wir rollten so gegen 14:00 auf die Gegend von Quingey (N83) zu und ich meinte so... (oh, darauf habe ich mich während dieser etwas schweigsamen Etappe lange gedanklich vorbereitet)...

"...Du Schatz (es klang wie: duuh.... Schaaaaatz), lass uns heute und hier einfach mal Schluss machen mit der Fahrerei". Erst ein ungläubiger Blick von ihr, dann ein vorsichtiges "OK". Obwohl sie meist aktiv mitfährt, fragte dieses freche Göhr, wo wir denn seien. Ich habe diesen Augenblick aber noch insofern "verfeinert", dass ich auch noch vorschlug, hier nicht nur mal zu übernachten, sondern doch mal etwas länger zu verweilen. Wir sind also am nächsten Tag einfach mal nach Besancon gefahren.

So oft sind wir hier nur durchgefahren. Es wurde Zeit, den Ort auch zu sehen. Und, er ist schon sehenswert. Und wenn Ihr schicke, preiswerte "Klamotten" (aktuelle Pariser Mode!!e) fürs Mädel sucht; hier am Marktplatz in Besancon strahlen Frauenaugen.

 

                                                                

Unser Hauptziel Bormes les Mimosas erreichten wir einige Tage später. Hier Impressionen bunt gemischt vom Campingplatz, "unserem" Strand, einem tollen Restaurant in Collobrieres, Märkten und einigen Touren. Auf weitere Links verzichte ich hier mal, da wir schon oft über diese Gegend berichteten. Mehr Fotos und mehr Infos hier.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

Ende Juli, wir waren Freitag am Strand, überlegten wir uns, was wir auf unserer Rückreise erleben wollten. Das ist eben der Vorteil des Campens. Nun, wir entschlossen uns, am Sonntag über die Ardeche ...

                                                            

...bis in die Nähe von Orleans zu reisen. Die Ardeche, bzw. das Randgebiet um Privas war ja nur ein kurzes Zwischenziel. Es hat uns dort jedoch auch sehr gefallen. Da wir mehr am Randgebiet der Ardeche landeten, war auch nichts von "Torismus-Hektik" zu spüren. Der Campingplatz befindet sich in Saint-Julien-en-St. Alban, auf halber Strecke zwischen Autobahn und Privas. Die Boulangerie war eben Montags nicht geöffnet. Die Fahrt von dort bis in die Nähe von Orleans über das Zentralmassiv war ziemlich hart. Auto und Wohnwagen machten keine Probleme. Für uns war es  nur "überraschend", so einen Mix aus Wärme, Regen, dann Gewitter und eine Wechsel aus Kälte und Wärme zu erleben.

Genau wie am Mittelmeer, war der Touri-Rummel in der Gegend um Orleans. Die großen Campingführer empfahlen uns zwei Campingplätze... Ja, die waren selbstverständlich komplett belegt. Also nahmen wir wieder unsere Bibel (Le Guide Official Camping Caravaning) und verbrachten wunderschöne und erholsame Tage auf dem CP Camp Municipal in Cellettes. Von dort konnten wir per Rad viele Schlösser "erfahren". Vereinfacht wird die Erkundung einiger Schlösser mit dem Rad auch durch die perfekte Erschließung der Gegend für Radwanderer. Die Jungfrau von Orleans (wen verwunderts) ist natürlich allgegenwärtig.

Subjektiv bewertet: Das Schloss von Chambord ist das schönste (!), Blois ist schöner (nein, interessanter) als Orleans. Auch hier wieder kreuz und quer unsere Fotos von der Gegend:

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

                        

Nun, es wurde Zeit, an Hildesheim zu denken. Also, wie fahren wir? Ich meinte, Richtung NNO. Navi und Nicole, meine zwei weiblichen Copiloten waren nicht nur manchmal nicht meiner Meinung. Sie waren sich auch selbst oftmals nicht einig. Dennoch schafften wir es mit Zwischenübernachtung auf dem CP in Heudicourt-sous-les-cotes (schöne Lage, "Schlechte-Laune-Service")...

 ...und über Luxemburg wohlbehalten bis nach Hause!

Fazit: Wir müssen noch mal hin, nach Frankreich!