Ja Gott sei Dank haben die gespeicherten Fotos Eigenschaften. Wir waren also etwa vom 15.06. bis 04.7. unterwegs. Ehrlich, es ist ohne Tagebuch schon grausam, sich an Details zu erinnern. Dies führen wir seit 2010. Während ich hier schreibe (2014), werden sich einige Erinnerungen bestimmt wieder einschleichen. Und wenn meine bisher ungeborenen Enkel, Urenkel und weitere Nachfahren auf unserer Homepage lesen (ich glaub an's Internet!), werden sie sich über Geschichten der Familie hoffentlich freuen. Daran glaube ich wirklich! Nun begeben wir uns aber mal in's Jahr 2007:

Im Frühjahr telefonierte ich mit Madame (wie immer mit aufgeschriebenem Text und in der Hoffnung, dass sie nicht viel fragt) und reservierte uns einen schattigen Platz. Mittlerweile gehörten wir ja schon zum "Altbestand" und hatten zwei Bäume, als wir ankamen.

Ich meine, wir sind relativ spät losgefahren, denn wir sind bis hinter Belfort gekommen ( ca. 16:00) und auf einem Rastplatz haben uns LKW-Fahrer zu einem Campingplatz geraten, der nördlich der Autobahn lag. Der Platz liegt höchstens 20 km von der Autobahn entfernt, der Pächter war sehr nett, ein See war nebenan, es war preiswert... mehr wissen wir nicht mehr. Wettertechnisch war es eher sehr frisch!

 

Am nächsten Tag, nicht in aller Frühe gestartet, schafften wir es bis kurz hinter Grenoble. Auf der D 1075 , ich meine bei Clelles fanden wir einen Campingplatz. Wir hatten einfach keine Lust mehr am Fahren, es war so gegen 17:00. Der Platz liegt sehr, sehr schön, unparzelliert und sehr preiswert! Eine Aussicht auf Berge und Täler, wunderbar; wenn nicht in unmittelbarer Nähe ein Kuhstall wäre und die dort beheimateten Fliegen sich nicht bei uns Campern eine Abwechselung gesucht hätten. Haben sie sehr!! Es war einfach nervig!!

 

Das nächste Etappenziel war dann schon Bormes les Mimosas. Ihr wisst, wir lieben mittlerweile diese Ecke!

 

Diese Mal schlossen wir auch zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Mistral. Es wurde ja nicht kühler. Wir hatten trotz allem um die 30 Grad C. Nur die Wassertemperatur nahm enorm ab. Ein heißer Wind, der uns um die Ohren blies. Unser Tisch ist nicht (!) schief aufgebaut. Die Frisur meiner allerbesten Mitcamperin ist nicht (!) absichtlich schief gekämmt. Der Mistral war für uns überraschend heftig. Ein offenes Oberfenster verselbstständigte sich. Wir haben es repariert. Oben mit Klebeband, von unten musste später eine Luftpumpe gegenhalten. Mittlerweile haben wir uns mehr oder weniger an den Mistral im Sommer gewöhnt. Der "Bursche" dauert drei Tage, es bleibt warm, der Himmel ist sehr blau, die Wassertemperatur ist drei weitere Tage später wieder im "Badebereich".

Was jedoch viel schlimmer war: Uns wurde eröffnet, dass Der, Unser, Dieser Campingplatz geschlossen wird. Das Pächterehepaar geht auf's "Altenteil" und sie verkaufen den Platz. Wir fingen also an, zu suchen. Hah, Stopp, ich erinnere mich: Wir haben erst einmal um 3 Tage verlängert. Trotz Sprachproblemen war es nicht schwer, mit Hilfe einer französisch sprechenden Holländerin und unseren wenigen Vokabeln, den Pächtern und einem Wohnwagenhändler unsere Wünsche nach einem ähnlichen Platz zu schildern. Ein Platz sollte es sein, der natürlich belassen ist. Sympathie muss da sein. Die Empfehlung von dem Wohnwagenhändler war: Campingplatz  "Le Chevrerie". Den sahen wir uns dann auch mal an. Die Tochter "des Hauses" führte uns rum. Mit einem tränenden Auge nahmen wir dann auch Abschied von unserer ersten Campingliebe in Bormes. Mittlerweile ist der CP "Le Chevrerie" unsere Oase des Urlaubs.

 

 

  

 

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Wir waren auch in St. Raphael. Frejus ist sehr, sehr viel interessanter. Wir waren jedoch schon mal dort.

  

Aix en Provence ist ein Ort, dessen Besuch wir nur empfehlen können. Kultur (van Gogh etc) Geschichte (Rene I.), Spezialitäten ( Calissons ) und Livemusik auf fast jedem der vielen kleinen Plätze:

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

                                                

 

    

Klar waren wir wieder in unserer Bucht (Plage Estagnol).

  

                                                                                                                                             Haben aber auch mal den Strand  in Cavaliere ausprobiert:

   

 

  

 

  

Wie gestalten wir unsere Rückfahrt? Lavendelfelder wollten wir mal sehen, riechen und hören. Wir holten uns während unseres Aufenthaltes in Bormes Anregungen bei anderen Campern. Unsere Nachbarn zur Linken gaben uns den entscheidenden Tipp, nach Les Mees zu fahren, den Ort auf der einzigen sofort sichtbaren Straße von West nach Ost zu durchfahren. Wenn die Straße aufhört, beginnt ein kleiner, netter, unparzellierter und sehr preiswerter Campingplatz. Diesen, wie sich später erwies, schönen Platz empfahlen uns gerade die Nachbarn, die die Kontrolle über ihren Mover verloren und der Wohnwagen in unsere Deichsel reinrauschte. Dabei zerstörte er unseren Fahrradträger. Die beiden älteren Briten standen, als wir nichts ahnend vom Strand kamen schon mit traurigen Augen, Geld in der einen Hand und einer Flasche Wein in der Anderen an unserem Wagen. Es wurde ein schöner Abend und es blieb nicht bei einer Flasche.

Les Mees hat auch Geschichte. Na gut, mehr so eine "Story". Die langen Felsen (siehe Fotos weiter unten) waren mal Mönche, die sich alle in ein bildhübsches Mädel verguckt hatten. Der Chef (Bischof, Prior oder so) war sehr sauer und verwünschte die Jungs. Die verwandelten sich dadurch in Stein.

Der Wochenmarkt (Montags!?) ist klein aber fein. Zwischen Campingplatz und Marktplatz gibt es auf der linken Seite eine kleine, durchaus preiswerte Boutique für die Mädels. Wir verbrachten (glaube ich) 2 oder 3 Nächte in Les Mees.

  

 

  

 

  

 

                                                     

 

  

 

  

Sisteron ist einen Ausflug wert. Das fand auch Napoleon schon.

                       

 

                                                    

 

                       

 

                                    

 

  

                                                                                                                    Auf diesen Felsen (rechtes Bild) kletterten wir (!) und hatten eine tolle Aussicht!

  

 

 

                                            

 

  

Hier seht ihr aufgereiht "die" Mönche:

                             

 

                       

Wir haben kleine Dörfer und ein Kloster rechts von der Durance besucht:

                                                 

 

        

 

                                                      

 

                                                        

 

  

Und schließlich freuten wir uns auf einen ganzen Tag inmitten von Lavendel. Das Plateau Valensole ist eines der wenigen Gebiete, wo noch relativ viel Lavendel angebaut wird. Das andere große Anbaugebiet von Lavendel gibt es südöstlich des Mt. Ventoux. Camper aus Thüringen erzählten uns, dass der großflächige Anbau von Lavendel immer mehr zurück geht. Vorhin sprach ich davon, "Lavendel zu hören"!? Wenn ihr die Möglichkeit habt, euch an so ein Feld zu stellen, dann hört ihr zugegebener weise nicht den Lavendel direkt, aber die tausenden (Millionen?) von Bienen!

  

 

  

 

  

 

                          

 

                           

 

  

 

  

 

                        

 

                       

 

                                                        

 

                             

                                                                                                           In Quingey machten wir auf der weiteren Rückreise wieder Halt.                                                                                                           

              

 

                

 

                                  

 

                             

Von Quigey sind wir auch schon bis Hildesheim durchgefahren. Wir hatten 2007 jedoch so viele Staus, das wir noch einen Zwischenstopp einlegten. Dies war in St.Leon-Rot auf einem Campingplatz, den wir Niemandem für eine Zwischenübernachtung empfehlen können! Der Preis war enorm hoch (mittlerweile wohl niedriger), wir standen auf einem gekreideten Asphaltplatz (wie auf der Strasse). Sanitär jedoch war in Ordnung. Hochspannungsleitungen überqueren einen Teil des Platzes.

  

Wir waren gut erholt und ließen uns nichts vermiesen!

                 

Für 2008 nahmen wir uns vor, mal wieder nach Frankreich zu fahren. Es kam aber anders als gedacht und war dennoch schön!